Interview: Martin Ilgenfritz

GROSSOHRENBRONN – Die Tennisabteilung des Sport-Verein Großohrenbronn 1931 e.V. im mittelfränkischen Dentlein am Forst hat im September 2015 ihre zwei neuen Allwetterplätze aus dem Hause SPORTAS offiziell eröffnet sowie die neu errichtete, Rollstuhlgerechte Tennisanlage freigegeben. Vorstandsmitglied Martin Ilgenfritz hatte die neuen Plätze damals höchstpersönlich mit einem Showkampf gegen Rollstuhltennis-Ass Peter Seidl aus Pasasau eingeweiht. Im Interview mit dem renommierten Internetportal TWEENER.de steht der Vereinsfunktionär zwei Jahre nach der Einweihung Rede und Antwort.

Hallo Herr Ilgenfritz! Im Jahr 2015 haben Sie Ihre herkömmlichen Sand-Tennisplätze beim SV Großohrenbronn auf Tennis Force umgestellt. Wie lautet Ihre Bilanz nach zwei Spielzeiten? Entsprechen die neuen Plätze Ihren Erwartungen? Martin Ilgenfritz: Wir sind uneingeschränkt zufrieden mit den neuen Plätzen und würden diesen Schritt wieder gehen. Sowohl die Mitglieder, als auch die Gastspieler bei unseren Rundenspielen sind von den Plätzen begeistert.

Wie haben Sie damals die Finanzierung der neuen Plätze hinbekommen? Nachdem wir die Idee der Platzsanierung mit konkreten Angeboten verfolgten, glaubte aus der Abteilungsleitung kaum jemand an die tatsächliche Umsetzung bei unserem kleinen Verein. Letztendlich konnten wir das Projekt durch mehrere öffentliche Förderstellen, Eigenmitteln, Spenden aus der Bevölkerung und einem kleinen Darlehen erfolgreich umsetzen. Außerdem sind die jährlichen Sandkosten bei der Instandhaltung durch die Sanierung deutlich gesunken. Selbst unsere zunächst sehr kritische Kassiererin Gerlinde ist jetzt sehr glücklich.

Im Zuge der Erneuerung der Plätze haben Sie 2015 die komplette Anlage auch rollstuhlgerecht gemacht. Konnten Sie in den vergangenen 24 Monaten schon Rollstuhlfahrer begeistern, den kleinen gelben Freunden aus Filz hinterher zu jagen? Ja das stimmt, wir haben zu unseren neuen Plätzen auch einen kleinen Anbau mit Rolliumkleide/-WC gestemmt. Dazu haben wir den Vorplatz der Anlage komplett neu mit Pflastersteinen gestaltet, wodurch die Nutzung barrierefrei möglich ist. Das Angebot haben seitdem schon mehrere Rollifahrer genutzt. Ein ZDF-Fernsehbeitrag über unsere Anlage war eine schöne Anerkennung.

Die Tennis Force-Plätze zeichnen sich ja auch dadurch aus, dass sie über die Saison gesehen extrem pflegearm sind. Hat Ihr Platzwart Ihnen schon einen ausgegeben? Bei den jährlichen Einwinterungs- und Frühjahrsinstandhaltungsarbeiten, welche aus Kostengründen immer durch unsere Mitglieder komplett in Eigenregie durchgeführt wurden, waren oftmals dieselben Helfer bei den zeitintensiven Arbeiten anwesend. Der jetzt geringe jährliche Aufwand war für uns deswegen ein wesentliches Plus der neuen Plätze.

Das vielleicht größte Plus der Tennis Force Plätze ist bekanntlich die ganzjährige Bespielbarkeit. Machen Ihre Mitglieder fleißig davon Gebrauch und konnten Sie Ihre Mitgliederzahlen durch dieses herausragende Argument schon steigern? Unsere Mitglieder nutzen die Anlage auch im Winter bei jedem Sonnenstrahl. Durch die entbehrliche Einwinterung der Plätze können sich unsere Mannschaften im Frühjahr deutlich früher auf die Sommersaison vorbereiten. Entgegen dem allgemeinen Mitgliederschwund in den Tennisvereinen konnten wir unsere Mitgliederzahlen deutlich steigern, was sicherlich auch an den neuen Plätzen liegt.